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Heilige Messe: Das Opfer Christi

KURS: Das Heilige Messopfer
Teil 4: Das Opfer Christi

von Jean Elizabeth Seah und Sr. Gabriela Wozniak

Das Heilige Opfer der Messe wurde in den Opfern des Alten Testaments vorgezeichnet, die eine mehrwertige Bedeutung hatten. Tier- und Pflanzenopfer wurden verwendet, um für Sünden zu büßen, Gott Danksagung und Anbetung anzubieten und Bündnisse zu schließen, die in die Gemeinschaft mit dem Allmächtigen eintreten. Die Messe als das wahre Opfer des Kalvarienberges ist die Erfüllung und Vervollkommnung aller zuvor dargebrachten Opfer.

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Die Taten Gottes preisen

Schließlich sind das Passahopfer und das Mahlopfer die wichtigsten Archetypen der jüdischen Tradition, die Christus in die eucharistische Feier verwandelte. So wie Gott am Vorabend der Befreiung des Volkes Israel von der Sklaverei Ägyptens das Passahfest als Gedenken an Seine wundersamen Taten im Exodus einrichtete, so gab uns Jesus am Vorabend des Opfers seines Lebens ein Denkmal für dieses wunderbare Ereignis. Dies begründete eine neue unzerbrechliche Bundesbeziehung zwischen Gott und dem Menschen, eine Beziehung der Liebe, Freundschaft und des Erlasses der Sünde…. Was der Herr hier tut, ist eine prophetische Handlung, die er vornimmt, in Erwartung dessen, was am Kreuz geschehen wird, nämlich das eine und vollkommene Opfer, in dem Er sich selbst für die Rettung vieler opfern wird.

Außerdem müssen die Apostel an diesem Opferessen beteiligt sein, da es um ihrer selbst willen stattgefunden hat. Sie müssen dieses Geschenk mit-konsumieren. Das Passahfest ist nicht nur ein Denkmal für den Exodus, sondern das Gründungsereignis des jüdischen Volkes wird im Laufe der Liturgie in einem sehr realen Sinne präsent und aktuell gemacht. Es ist ein lebendiges Denkmal, das mit der Realität dessen gefüllt ist, woran es erinnert. Ebenso erinnern und erleben wir in der Messe den „Exodus“ Christi, seinen Übergang von dieser Welt zum Vater, den Gründungsereignissen des neuen Volkes Israel.

Noch unendlich viel mehr...

Christus ist das neue Passahlamm, dessen Blut sein Volk vor dem Tod bewahrt. Denn das unschuldige Lamm ohne Makel, war ein Prototyp unseres Erlösers Jesus Christus, des unschuldigen Lammes, von dem der heilige Johannes der Täufer Zeugnis ablegte. „Ecce agnus Dei qui tollit peccata mundi“ (Seht, das Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt). Nach den Evangelien hat Jesus das letzte Abendmahl nicht beendet… Zumindest hat er es nicht im Abendmahlssaal beendet. Er hat es erst durch seinen Kreuzestod abgeschlossen.

Das Opfer Christi wird im Opfer der Messe fortgesetzt, weil sie sein Andenken am Leben erhält und die Früchte bringt, die den Gläubigen, die nach dem Vorbild Christi leben, ermöglicht, an seinem ewigen Opfer teilzunehmen und die Gnaden zu empfangen, die aus seinem Opfer hervorgehen. In der Messe werden uns die historischen Ereignisse des Lebens, des Todes und der Auferstehung Jesu gegenwärtig gemacht und sie verwandeln uns weit darüber hinaus, wozu die psychologische Erinnerung fähig ist. Die Messe ist mehr als die Erinnerung und Neuinszenierung der Passion: In der Eucharistiefeier ist das ganze Osterfest Christi gegenwärtig, d.h. Seine Inkarnation, Passion, Tod und Seine Auferstehung, Verherrlichung und die Herabkunft des Geistes – das ganze „Geheimnis der Erlösung“. So ist die Messe eschatologisch ein Geschmack der künftigen Herrlichkeit, soweit wir das Leben Christi teilen und am ewigen Leben des dreieinigen Gottes teilnehmen. Die Eucharistie setzt die Inkarnation fort…. Zu sagen, dass in der Eucharistie Brot und Wein bleiben, was sie sind und nur eine neue Bedeutung erlangen, würde der Logik der Inkarnation widersprechen. Christus war nicht nur ein Prophet, der den Weg zum Vater zeigte; er war der Weg zum Vater. Er vermittelte nicht nur die Wahrheit über Gott, er war das Wort Gottes. Der Gläubige kommt zum Vater, nicht durch den Weg und die Wahrheit, die durch Christus gekennzeichnet sind, sondern durch Christus selbst, der der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Die Messe ist ein Vorgeschmack auf den Himmel und die höchste Form des Gebets, das uns Christus am nächsten bringt und uns erlaubt, an seinem Heilswerk teilzunehmen.

Auf Christus hin

Die Opfer des Alten Testaments weisen alle auf das Opfer Christi hin, die Ursache der Erlösung der Menschheit. In der Messe werden die Opfer von Abel, Abraham und Melchisedek im römischen Kanon ausdrücklich erwähnt und das Passahlamm wird von den Agnus Dei angerufen. Wenn die Heilige Schrift uns sagt, dass die Opfergaben vor Gott ein süßer Geruch waren, dann deshalb, weil es sich um Prototypen des Opfers Christi, des Herrn, handelte. Die Messe ermöglicht es allen Generationen von Katholiken, an dem einen Opfer Christi teilzunehmen, und wendet Seine rettenden Verdienste auf einzelne Seelen an.

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